Bürger fordern Gleichbehandlung

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UNRECHT BLEIBT UNRECHT

„Es freut uns(,) ihnen bekannt geben zu können, …“

Der Satz klingt nach einem freudigen Ereignis, welches das Leben der Menschen positiv verändert, ihnen nützt, sie begeistert Beifall klatschen lässt …  Liest man das Schreiben 851/2016  der Gemeinde Bleiburg/Pliberk vom 11.10.2016 weiter, geht es um den Bau der Transportleitung „Wiederndorf-Einersdorf“, mit dem der Anschluss des Kanalisationsbereiches Bleiburg II an die Kläranlage in Kohldorf/Vogle angekündigt wird.

Die Frage ist, für wen es erfreulich ist, wenn unser Kanalisationsbereich mit weiteren 170.000 Euro schwer belastet wird, wenn kein Cent der knappen Million Euro, die uns der Staat Österreich vorenthält, lukriert werden konnte, um einem bisher nicht geförderten Kanal zumindest teilweise den zustehenden Anteil am Steuergeld zu verschaffen? Was kann erfreulich sein, wenn die Bewohner von Aich/Dob, Wiederndorf/Vidra vas und Schilterndorf/Čirkovče weiterhin doppelte Kanalgebühren – die höchsten in ganz Kärnten – zahlen müssen und „noch Jahre“ keine Verbesserung in Sicht ist?

Einen freut´s jedenfalls: den Geschäftsführer des Abwasserverbandes Völkermarkt-Jaunfeld, der nun auf 150 weitere Dauerzahler für die überdimensionierte Abwasserreinigungsanlage Kohldorf/Vogle verweisen kann. Für die betroffenen Bürger steht leider fest:  UNRECHT BLEIBT UNRECHT.

woche_19-10-16

 

KANAL AICH-DOB NEU? BO KAJ NOVEGA?

In der Märzausgabe der Bleiburger St. Lukas Post kündigt Stadtrat Johann Rigelnik (VP) unter dem Titel KANAL AICH-DOB NEU die Einleitung der Abwässer des Kanalbereiches Bleiburg II in den Großkanal nach Kohldorf an. Damit soll es „günstigere Betriebskosten“ geben.

SinnSt_Lukas_3-2016 macht das Ganze dann natürlich nur, wenn auch die geplagte Bevölkerung von Schilterdorf/Čirkovče, Wiederndorf/Vidra vas und Aich/Dob etwas davon hat, nämlich eine massive Senkung der Kanalgebühren, die in ganz Kärnten einzigartig hoch sind. Bisher beträgt der Gesamtschaden für die Rund 150 Haushalte mehr als 270.000 Euro (siehe Kanalrechner rechts).

Priključitev kanalskega območja Pliberk II na velekanal v Voglah, ki jo v zadnji številki partijskega lista St. Lukas Post naznanja mestni svetnik Johann Rigelnik (VP) bo dosegla svoj učinek najbolj s tem, da se bodo prebivalcem Čirkovč, Vidre vasi in Doba znatno znižale pristojbine za kanal, ki so trenutno zdaleč najviščje na Koroškem. Skupna škoda za vsa 150 gospodinjstva znaša že nad 290.000 evrov (glej desno).

KANAL GEHÖRT NUN KOHLDORF :: NOV LASTNIK

Woche_11-15_Kanal gehört Kohldorf

VfGH VERWEIGERT DIE BEHANDLUNG

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Beschluss vom 11. Juni 2015 die Bearbeitung der vom Ehepaar Boris und Cäcilia Sturm am 23.10.2014 gegen die überhöhten Kanalbenützungsgebühren in ihrem Kanalisationsbereich II der Gemeinde Beleiburg/Pliberk eingebrachte Beschwerde wegen „Verletzung im verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht auf Gleichheit aller Staatsbürger“ verweigert.

In der Begründung werden zwei Uralt-Urteile aus den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts bemüht, die weder etwas mit Kanalisation zu tun, noch Ähnlichkeit mit der Situtaion in Bleiburg/Pliberk haben. Nach unserer Einschätzung ein klares Fehlurteil, vor dem offenbar auch das höchste rechtsprechende Organ im Staate nicht gefeit ist, wie die jüngste Geschichte zeigt.

Ustavno sodišče je junija 2015 kratkomalo odklonilo obravnavo pritožbe zakoncev Sturm proti previsokimi pristojbinami za kanal. S tem na bistveno vprašanje pritožbe, ali je brez kake dodatne stvarne utemeljitve dopustno različno obravnavati različne dele občine, sploh ni odgovorilo. Zelo zgovorno je, da je Ustavno sodišče za utemeljitev svojega sklepa moralo poiskati 30 let in več stare odločbe iz prejšnjega stoletja.