„Uns ist keine Region in Österreich bekannt, die von den politisch Verantwortlichen in der Republik so benachteiligt würde, wie unsere drei Ortschaften,“ war die ernüchternde Bilanz des Sprechers der Bürgerinitiative/ ljudska iniciativa Kanal Aich-Dob bei der Bürger-Protestversammlung vergangenen Dienstag im Pfarrsaal von Bleiburg/Pliberk. Bezüglich der Suche nach einer politischen Lösung ist die Bilanz nach zwei Jahren ernüchternd: »Eine Regierung löst die nächste ab, Politiker kommen und gehen und weder auf Bundes- noch auf Landesebene gibt es kreative Ideen.«
Kritisch beurteilt wird aber auch die allzu laxe Haltung der Gemeindeführung. Einige Anrainer haben daher eine rechtliche Prüfung der jüngsten Gemeindeabgabenbescheide veranlasst. Es geht insbesondere um das verfassungsmäßig gewährleistete Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Alle Anwesenden bekundeten einhellig, sich dem Verfahren solidarisch anzuschließen zu wollen.
Bereits 150.000 Euro Schaden :: ogromna škoda
Nichtsdestotrotz bleibt von Seiten der Bürgerinitiative die vehemente Forderung nach einer politischen Lösung der Kanalmisere in der Gemeinde Bleiburg/Pliberk aufrecht. Politische Courage und solidarisches Denken und Handeln sollten Vorrang vor allen anderen Denkansätzen haben.
Die Politik ist schon lange am Zug. Der Schaden für die Bevölkerung nimmt mittlerweile schmerzliche Dimensionen an. „1000 Euro könnte jeder Haushalt von Schilterndorf-Čirkovče, Wiederndorf-Vidra vas und Aich-Dob heuer mehr im Weihnachts-Geldsackerl haben, wenn es in der Gemeinde Bleiburg gerecht zugehen würde,“ rechnet die Bürgerinitiative vor. Die enorme Wertminderung von Baugründen und die drohende Ausdünnung der Ortschaften durch Abwanderung bzw. ausbleibende Ansiedlungen noch gar nicht mitgerechnet.