Knapp 200 Demonstranten und Sympathisanten, darunter die Spitzenvertreter aller Bleiburger Gemeinderatsfraktionen, sowie Landtagsabgeordneter Franz Wieser (ÖVP) und der Grüne Stefan Merkač von der Landespolitik trotzten Eisregen und bitterer Kälte, um vergangenen Freitag am Bleiburger Hauptplatz für eine längst fällige Lösung der Kanalmisere im Kanalisationsbereich II einzutreten.
Die Bürgerinitiative/ljudska inicijativa Kanal Aich-Dob hat den „AJLZ“ – wie das Plumpsklo schon fast liebevoll genannt wird – ins Rollen gebracht. Er steht nun über Weihnachten als Mahnmal des Protestes am Hauptplatz, unmittelbar neben dem Stadtamt. „Wir protestieren aufs Schärfste dagegen, dass die Bevölkerung von Schilterndorf- Čirkovče, Wiederndorf-Vidra vas und Aich-Dob von der österreichischen Bundespolitik bisher völlig im Stich gelassen wurde“, brachte Initiativensprecher Logar den Protest auf den Punkt. Umwelt-Minister Berlakovich wird aufgefordert, endlich »einen mutigen politischen Akt« zu setzen.
Von mangelnder Bürgernähe und wenig politischem Fingerspitzengefühl war auch im Zusammenhang mit dem Boykott der jüngsten Kanalrechnungen die Rede, welcher mit Exekutionsdrohungen der Gemeinde beantwortet wurde. Hier beruhigte Bürgermeister Stefan Visotschnig: „Niemand wird exekutiert!“. Er kündigte zudem für Mitte Jänner einen Gesprächstermin bei Bundeskanzler Faymann an. Vizebürgermeister Manfred Daniel (ÖVP) ging klar auf Distanz zur zögerlichen Haltung seines Parteikollegen BM Berlakovich, und rief die Grundsätze der christlich-sozialen Bewegung in Erinnerung. Auch die Beiträge aller übrigen Redner waren von großem Verständnis und Solidarität für die Bürgerbewegung geprägt. Zum Abschluss tröstete Stadtpfarrer Monsignore Ivan Olip: „Ich bin bei euch, wenn es euch schlecht geht.“
Skoraj 200 demonstrantov in simpatizerjev je pretekli petek kljubovalo hudi poledici in mrazu, ko so se zbrali na pliberškem glavnem trgu, da bi se zavzeli za nujno rešitev v zezi s dobovškim kanalom. Ljudska iniciativa je postavila AJZL v opomin pred mestno hišo, kjer bo stal čez božične praznike. V svojih nagovorih so vsi politični zastopniki občine in deželne politike izrazili razočaranje nad držo zvezne vlade in zahtevali več poguma in politične volje.
Župan pa je prebivalcem, ki z bojkotom računov opozarjajo na svoj položaj zagotovil, da občina nobenega ne bo tožila. Naznanil je tudi pogovorni termin pri kanclerju Faymannu za sredino januarja. Župnik monsinjore Ivan Olip pa je zbranim zatrdil: „Sem pri vas, kadar ste v stiski.“
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