Eine hochrangige Delegation der Stadtgemeinde Bleiburg-Pliberk sowie Vertretern der Bürgerinititative/ljudska iniciativa Kanal Aich-Dob nahmen vergangenen Donnerstag bei widrigsten Wetterbedingungen den langen Weg nach Wien auf sich, um im Bundeskanzleramt in Sachen „Kanalisationsbereich Bleiburg II“ vorstellig zu werden.
Im einem fast anderthalbstündigen, sehr kompetent und sachlich geführten Gespräch mit Staatssekretär Ostermeyer und seinem Mitarbeiterstab erläuterten Bürgermeister Stefan Visotschnig und Arthur Ottowitz als Kanal-Eigentümervertreter die schwierige finanzielle Lage, in der sich die Gemeinde nach der Übernahme des insolventen Kanalisationsbereiches befindet. Die Vertreter der Bürgerinitiative wiederum zeigten anhand konkreter Beispiele die derzeit unhaltbare Situation aus Sicht der über 500 betroffenen Bürgerinnen und Bürger auf.
Staatssekretär Ostermayer versprach, sich kommenden Dienstag im Rahmen des Ministerrates vermittelnd für unsere Sache einzusetzen und gemeinsam mit Bundesminister Berlakovich eine vernünftige Lösung zu suchen.
Zur Erinnerung: Derzeit beträgt im Kanalisationsbereich Bleiburg II, welcher die Ortschaften Schilterndorf-Čirkovče, Wiederndorf-Vidra vas und Aich-Dob umfasst, die durchschnittliche Gebühren-Mehrbelastung pro Haushalt gegenüber der restlichen Bleiburger Bevölkerung 96,4 % oder 341,54 Euro. Alle drei Ortschaften zusammen bezahlen daher für dieselbe Dienstleistung der Gemeinde weit über 50.000 Euro mehr, als der Rest der Gemeinde. Dies ist aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen nicht zumutbar und führt in der Bevölkerung zu empfindlichen Störungen des sozialen Friedens und zu teils skurrilen Reaktionen. Von Seiten der Bürgerinitiative werden seit 2011 zahlreiche Aktivitäten (Protestaktionen, Politikergespräche, Medienarbeit, …) gesetzt, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Bisher mit eher mäßigem Erfolg.
Umso größer sind die Erwartungen, dass nach diesem Gespräch im Bundekanzleramt – hoffentlich noch vor der nächsten Wahl – wieder Bewegung in die Sache kommt.
Mestna občina Pliberk ter ljudska iniciaitva Kanala Aich-Dob sta pretekli četrtek na uradu zveznega kanclerja na Dunaju informirali o zaskrbljujočem položaju občine in prebivalcev Čirkovč, Vidre vasi in Doba po podvojitvi kanalskih pristojbin. Državni sekretar Ostermayer je po skoraj poldrugournem kompetentno vodeenm in konstruktivnem pogovoru obljubil, da se bo v okviru torkovega ministrskega sveta skupno z ministrom Berlakovichem trudil za pametno rešitev za naše ljudi. S tem upanje nad 500 prizadetih pliberških občanov spet raste, da bo – morda še pred volitvami – prišlo do rešitev velikega problema.